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Weizenproduktion

Globale Weizenproduktion

Globale Weizenproduktion

Die größten Weizenerzeuger weltweit

Die weltweite Weizenernte liegt derzeit bei ungefähr 650-700 Millionen Tonnen Weizen. Die größten Weizenerzeuger weltweit sind China und Indien, die zusammen bereits 30% des weltweiten Angebots erzeugen. Danach kommen Russland und die USA gefolgt von Frankreich, Kanada und Deutschland. Rechnet man die Ernten der einzelnen EU-Mitgliedsländer zusammen, ist nach wie vor die EU der größte Weizenproduzent der Welt.

Überschüsse erwirtschaften vor allem Argentinien, Australien, Kanada, die USA und viele Euro-Länder. Als Import-Nationen treten Russland und asiatische Länder auf, die den Weizen in erster Linie als Nahrungsmittel benötigen.

Weizenverwendung

Nach Mais ist der Weizen damit das zweithäufigste Getreide der Welt und wird damit noch häufiger angebaut als Reis. Der Großteil der Weizenproduktion wird zur Weiterverarbeitung in der Lebensmittelindustrie verwendet. Es werden daraus Brote und Backwaren aber auch Nudeln und Grieß hergestellt. Zudem wird Weizen häufig in der Tiermasthaltung als Futtermittel verwendet und inzwischen wird aus Weizen auch Bioethanol und Stärke hergestellt.

Weizen gilt als Cash Crop, da die Weizenerzeuger durch den Anbau von Weizen mehr Geld verdienen, als mit anderen Getreiden oder Pflanzen. In Deutschland liegen die Erträge durchschnittlich bei 81 dt/ha, während der durchschnittliche Ertrag auf der Welt bei 31 dt/ha liegt. Um diese Ernten zu erzielen müssen 2 dt/ha Saatgut ausgebracht werden.

Weizen stammt ursprünglich aus dem Orient und ist für warme und trockene Sommer ausgelegt. Durch spezielle Züchtungen kann Weizen inzwischen aber in großen Teilen der Welt angebaut werden. Eine besondere Kreuzung aus Weizen und Roggen zum Beispiel ermöglicht den Agrar-Anbau in kälteren Klimazonen der Erde. Der heute am häufigsten angebaute Weizen, der Weichweizen, wird sowohl als Sommerweizen wie auch als Winterweizen gesät. Er benötigt eine Temperatur von mindestens +4°C um zu keimen.

Für eine gute Weizenernte ist das Wetter der entscheidende Faktor. Der Weizen liebt zwar trockene Sommer, aber eine langanhaltende Dürre hat schon so manche Weizenernte zunichte gemacht. Weitere Gefahren drohen den Weizenerzeugern durch Überschwemmungen und Krankheiten. Auch große Temperaturschwankungen sorgen für Minderernten der Weizenproduzenten.